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Das „Sterndeandl“: Hochmut kommt vor dem Fall

Damit die Kulturliebhaber nicht ganz auf unsere Veranstaltungen im NUTS verzichten müssen, stellen wir schon das 4. Wochenende von uns gespielte ‚Theaterstücke auf unserer HP www.nuts-diekulturfabrik.de  zur Verfügung. Auf der Startseite ist der „Notfall-Link“ da geht’s zum Theaterstück.
Von Donnerstag, 09.04. ab 20.00 Uhr bis Ostermontag 13.04.23 Uhr ist der Link offen.
Vielen Dank für die Veröffentlichung.  Das historische Volkstheater das wir im Jahr 2007  gespielt hatten ist noch immer den Besuchern in Erinnerung. Es war ein sehr dramatisches Stück. Passt irgendwie zu heute, damals war es die Pest, die die Leute dahin raffte und in diesem Jahr ist es Corona. Sehr traurig und dramatisch.
Übrigens, das war die erste Aufnahme von Andy Ramelsberger, da ist er noch aufs Gymnasium gegangen
Vielen Dank und trotz Corona schöne Ostern.
Herzliche Grüße
Christa Fuchs mit Familie

Das „Sterndeandl“: Hochmut kommt vor dem Fall

Albert Roseneggers Historienspiel 2007

In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Noch sind der Chiemgau, noch ist Traunstein von den eigentlichen Kriegshandlungen verschont geblieben, sind die Schweden nicht in diese Region vorgedrungen. Man ist rechtschaffen katholisch, man steht selbstverständlich auf der Seite des Kurfürsten Maximilian. Aber der hat strenge Regelungen erlassen, denn ein anderes Unheil bedroht auch den Chiemgau und damit Traunstein: die Pest. Der Bürgermeister trägt die Verantwortung für das Wohl seiner Bürger, doch im Rat ist ihm eine starke Gegnerschaft herangewachsen, zu oft schon hat der Stadtherr gemauschelt und getrickst … und er deckt einen Pfarrer, der es mit dem sechsten Gebot nicht allzu genau nimmt.
Dessen liederlicher Lebenswandel soll schuld sein, als die Pest jetzt auch in Traunstein auftritt. Da ist aber genauso das „Sterndeandl“, die kesse, hochnäsige Tochter des wohlhabenden Sternbräus. Sie verunreinigt den Stadtbrunnen und wird dabei erwischt, aber ihre Beziehungen reichen hinein bis in die Stadtstuben, die Anklageschrift ist plötzlich verschwunden. So wird aus einer Liebesgeschichte ein Kriminalfall, aus einem schnellen Techtelmechtel ein die Stadt erschütterndes Ereignis, das Unheil nimmt seinen Lauf …
Der Heimatforscher und Dramatiker Albert Rosenegger hat sich erneut   -nach dem Barockbildhauer Balthasar Permoser und dem umtriebigen Rentamtmann und Volkskundler Hartwig Peetz-   einen historischen Stoff aus der Heimat vorgenommen und ein Schauspiel geschrieben, das es in dieser Form im Chiemgau bislang nicht zu sehen gab. Als Grundlage diente ihm die Novelle „Sterndeandl“ von Irene Peetz (der Tochter von Hartwig Peetz), in diese Geschichte hinein wob er originale, durch Protokolle belegte Stadtgeschichten und gibt damit diesem Stück eine höchst authentische Note. Vieles hat sich in der Chiemgaustadt vor gut 350 Jahren tatsächlich so zugetragen, fast alle Figuren auf der Bühne verkörpern historisch belegte Personen. Das an sich tragische Spiel lebt auch durch eine gewisse Situationskomik, erst recht durch seine einzigartige Sprache: Diesbezüglich hat sich Albert Rosenegger sehr stark an die damalige Ausdrucksweise angelehnt, die einer gewissen Deftigkeit keineswegs entbehrt.
Unter der Regie von Franz Josef Fuchs spielt das Traunsteiner Fabriktheater dieses sowohl anspruchsvolle als auch unterhaltsame Historienspiel um den Verfall einer angesehenen Bürgerstochter

Traunsteiner Bühnen
NUTS-Die Kulturfabrik
Crailsheimstraße 12
83278 Traunstein

Studio16
Bahnhofstraße 16
83278 Traunstein